Als die 19jährige Lili aus dem Urlaub zurückkommt, erfährt sie von ihren Eltern, daß ihr Zwillingsbruder Loïc nach einem Streit mit dem Vater das Haus verlassen hat. Da sie nichts von ihm hört, ist sie überzeugt, daß ihm etwas zugestoßen ist. Von Unruhe getrieben, verweigert sie jede Nahrung und verfällt in einen gefährlichen Schwächezustand. Erst ein Brief des Bruders verleiht ihr neue Kraft und sie macht sich auf die Suche nach ihm. Was sie entdeckt, übersteigt ihr Fassungsvermögen.
Regisseur Philippe Lioret zieht es in seinem Film in die seelenlosen Vorstädte von Paris. In dieser gutbürgerlichen Welt leben die Familien apathisch vor sich hin, Kommunikation findet kaum noch statt. Hier liegen Idylle und Tragödie oft nahe beieinander. Der aufwühlende, intelligente Gefühlsthriller um Zusammenhalt, Vertrauen, Intimität und ein rätselhaftes Familiengeheimnis erscheint auf den ersten Blick recht harmlos, nimmt aber im Verlauf der Geschichte erschreckende Dimensionen an.
Über eine Million Besucher lockte die außergewöhnliche Familiengeschichte in die französischen Kinos. Fesselnd inszeniert und großartig gespielt – allen voran „Shooting Star“ und „Romy Schneider Preisträgerin“ Mélanie Laurent in der Rolle der Lili.
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Frankreich 2007
100 Min.
Buch + Regie: Philippe Lioret Mit Mélanie Laurent, Kad Merad, Julien Boisselier, Isabelle Renauld, Aissa Maiga u.a.
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