Der Pariser Kommissar Paul Bellamy verbringt den Sommerurlaub wie gewohnt mit seiner Frau Françoise im südfranzösischen Nîmes. Als ein Mann mehrere Tage um das Haus des Ehepaars herumschleicht, ehe er es wagt, um eine Unterredung mit Bellamy zu bitten, ist die Neugierde des Polizisten geweckt. Der Fremde gibt seinen Namen zunächst als Noël Gentil an und erzählt dem Kommissar, dass er einen Menschen umgebracht habe. Bald klärt sich die wahre Identität des Mannes, aber der angeblich von ihm verursachte Todesfall bleibt mysteriös. Während der Polizist bei der freizeitlichen Tätigkeit als Kriminalist Fortschritte erzielt, wird er mehr und mehr von privaten Problemen bedrängt. Sein Halbbruder Jacques Lebas hat sich im Haus der Bellamys einquartiert. Paul wird von Eifersucht und von den Phantomen der Vergangenheit geplagt...
Wie beim Widmungsträger Georges Simenon ist in „Kommissar Bellamy“ der Protagonist wichtiger als die Krimihandlung. In die Titelfigur fließen nicht nur Spuren von Maigret, sondern auch Vorlieben und Eigenheiten Depardieus und Chabrols. Der Regisseur gilt seit jeher als Meister des Doppelbödigen, seine Strategie mit ihren Spiegelungen und Gegensatzpaaren hat er aber kaum jemals so offen dargelegt wie in diesem Film.
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Frankreich 2009
112 Min.
Regie: Claude Chabrol, Drehbuch: Odile Barski, Claude Chabrol, Kamera: Eduardo Serra, Musik: Matthie Gérard Depardieu, Clovis Cornillac, Jacques Gamblin, Marie Bunel, Vahina Giocante, Marie Matheron, Adrienne Pauly, Yves Verhoeven, Bruno Abraham-Kremer, Rodolphe Pauly u.a.
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