Die bulgarische Archäologin Veska ist für Ausgrabungen in ihre Heimatstadt in der bulgarisch-türkisch-griechischen Grenzregion zurückgekehrt. Dort begegnet sie unverhofft Said, einem alten Freund, der halbseidene Geschäfte in der Gegend durchzieht und ehe sie sich versieht, steckt die Archäologin bis zum Hals in einer schmutzigen Geschichte. Als Said verschwindet, spürt die unerschrockene Frau ihm nach und legt sich mit Vertretern der örtlichen Mafia an, mit denen ihr Freund zusammenarbeitet. Während sich die Lage zunehmend zuspitzt und Machtinteressen aufeinandertreffen, wird Veska zugleich mit Erinnerungen konfrontiert, die sie lange verdrängt hat, sowie mit ihrem eigenen Begehren.
Ein im hypnotischen Schritttempo gefilmtes Drama mit Anleihen bei Western und Gangsterfilmen, die jedoch weniger zum Spannungsaufbau beitragen als die Konzentration auf die Hauptfigur und eine Montage, die stets mit Unvorhersehbarem rechnen lässt. Der Film erzählt mit meisterlicher Beiläufigkeit von einer Region, die von Lasten der Vergangenheit und gegenwärtiger Europa-Verdrossenheit geprägt ist, sowie von einem Lebensgefühl zwischen Tristesse und Aufregung.