Kinder, streitet euch nicht, nehmt euch lieber ein gutes Beispiel an euren Eltern! Auch wenn der martialische Titel Der Gott des Gemetzels zunächst für Irritationen sorgen mag, so findet er im Laufe des Films seine Berechtigung, denn die Erwachsenen geben fürwahr eher ein schlechtes Beispiel in Deeskalation ab. Die Eltern sind: Nancy und Alan Cowan und Penelope und Michael Longstreet. Die beiden Elternpaare treffen sich des Abends, um sich in zivilisierter Weise zusammenzusetzen und den Streit ihrer beider Söhne zu schlichten. Doch die friedliche Atmosphäre täuscht, die Fassade der bürgerlichen Konventionen bröckelt zusehends, und nachdem der Gott des Gemetzels erst einmal entfesselt ist, entblößen die Vier ihre wahre Natur und offenbaren ihre Kleingeistigkeit und ihre Ängste in kindischem Gebaren. Ganz so, wie man es von Erwachsenen erwartet.
Roman Polanskis DER GOTT DES GEMETZELS ist die Verfilmung des Theaterstücks von Yasmina Reza. (Fett) Als Meisterregisseur erweist sich Roman Polanski, der mit vier Darstellern und einem einzigen Schauplatz großes Kino zaubert. Jede Geste, jede Miene stimmt, ohne übertrieben zu wirken, wie es bei der Übertragung von der Bühne auf die Leinwand leicht passieren könnte...
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Deutschland / Frankreich 2011
80 Min.
Regie: Roman Polanski Jodie Foster, Kate Winslet, Matt Dillon, Christoph Waltz, John Reilly
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