Andreas Dresen erzählt echte Geschichten, Geschichten aus dem Leben. Mitten in der Lebensfahrt kommt es zum abrupten "Halt auf freier Strecke". Frank Lange hat einen inoperablen Gehirntumor. Im erst kürzlich gebauten Häuschen am Stadtrand verbringt der erst 40Jährige im Kreise seiner Familie die Zeit, die bleibt. Aber dennoch: jeder stirbt für sich allein. Seine Frau geht an die Grenzen ihrer Kraft, der achtjährige Sohn kümmert sich liebevoll um den Papa, die pubertierende Tochter macht auf cool. Dresen lotet die ganze Gefühlspalette aus, von der Wut auf das ungerechte Schicksal, die Angst vor dem Unausweichlichen, die Trauer bis hin zur Akzeptanz des baldigen Hinscheidens.
Fast erschreckend wie der Arzt dem Patienten die Diagnose mitteilt, ein authentischer Arzt aus dem Krankenhaus, der wöchentlich zwei - bis dreimal das "Todesurteil" verkündet. Da ist kein Platz für beruhigende Worte und wenn mitten im Gespräch das Telefon klingelt und der Doktor sich einem anderen Thema zuwendet, gehört das auch zum echten Klinikalltag. Mit außergewöhnlich emotionaler Intensität stört Andreas Dresen unsere Verdrängungsmechanismen, konfrontiert uns mit der Endlichkeit unseres Seins.
Die Hospizwoche der Hospizgemeinschaft Hunsrück-Simmern e.V., vom 12.03 bis 18.03.2012, umfasst viele Veranstaltungen an verschiedenen Orten und trägt das Motto: Alles dreht sich ums Leben! Menschen, die an einer unheilbaren Krankheit leiden, brauchen ein sicheres soziales Netz von verständnisvollen Begleitern, die sich trauen, die letzte Lebenszeit mitzugehen, mit auszuhalten. Denn Sterben heißt, Leben bis zuletzt.
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Deutschland 2011
110 Min.
Regie: Andreas Dresen Milan Peschel, Steffi Kühnert, Talisa Lilly Lemke, Mika Nilson Seidel u.a.
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