Justine feiert ihre Hochzeit im Landhaus ihrer Schwester Claire. Kein schönes Fest: Erst bleibt die Stretch-Limo mit den Eheleuten stecken, die Mutter entpuppt sich als Furie, der Vater als Lustmolch, der Schwiegervater als korrupter Machtmensch, der stinkreiche Schwager als aufbrausendes Arschloch. Justine gibt sich auf dem Golfplatz einem Fremden hin. Claire versucht, Justine aus ihrer Depression zu befreien. Während der Planet Melancholia auf die Erde zurast und die Panik wächst, kommen die Schwestern einander näher.
In seiner gewaltigen Bildsymphonie "Melancholia" versucht der dänische Provokateur Lars von Trier seine eigene Depression zu verarbeiten. Zwei ungleiche Schwestern lässt der ehemalige Dogma-Regisseur seine wuchtige Vision einer Apokalypse erleben und schwelgt dabei in deutscher Romantik und bombastischen Wagner-Klängen. Trier-Muse Charlotte Gainsbourg aus "Antichrist" und die blonde deutschstämmige Hollywoodschauspielerin Kirsten Dunst, die für ihre schauspielerische Leistung in Cannes die "Silberne Palme" erhielt, veredeln das intime Drama.
Verbunden mit wunderbaren Schauspielerleistungen, einer regelrecht herausragenden Vision und Umsetzung ist "Melancholia" ein Höhepunkt im Schaffen des kontroversen Regisseurs.
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Dänemark/Schweden/Frankreich/Deutschland 2011
136 Min.
Regie und Drehbuch: Lars von Trier Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland, Charlotte Rampling, John Hurt u.a
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